Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Downloads und Unterlagen zur Vorbereitung und Durchführung der Projekttage. Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte und Akteur:innen sowie alle, die an der Organisation und Umsetzung der Unterrichtseinheiten beteiligt sind. Zur Verfügung stehen unter anderem Vorlagen, Plakate, Beispiele aus der Praxis, Bildungskoffer zum Ausleihen, Infomaterialien, Unterrichtsmaterialien, Videos und vieles mehr. Die Materialien unterstützen Sie dabei, die Projekttage strukturiert zu planen und erfolgreich durchzuführen.
Erntedankfeste haben weltweit eine lange Tradition. Bis heute werden sie gefeiert - auch dort, wo die Menschen ihre Lebensmittel nicht mehr selber anbauen und der Wert einer guten Ernte vielleicht unterschätzt wird. Der Unterrichtsbaustein regt die Kinder an, sich mit der reichen Ernte von Feldern und Gärten und dem Gefühl der Dankbarkeit auseinanderzusetzen. Seit die Menschen sesshaft sind, müssen sie ihre Nahrung selbst anbauen. Über Jahrtausende arbeiteten sie fast das gesamte Jahr auf Feldern und in Gärten, um im Sommer und Herbst Getreide, Gemüse und Früchte zu ernten und Vorräte anzulegen. Dürren, Unwetter, Krankheiten, Schädlinge oder gar Kriege konnten die Saat und die Ernte vernichten und brachten Hungersnöte. Eine gute Ernte sicherte das Überleben und war somit ein Grund zum Feiern.
Hafer ist eine der hochwertigsten Getreidearten. Seine Körner sind reich an vielen lebensnotwendigen Nährstoffen, die besonders Kinder im Wachstum benötigen. Ob in Kuchen, Frikadellen, Joghurt, Obstsalat oder Müsli, Hafererzeugnisse sind vielseitig einsetzbar und passen sich den Geschmacksvorlieben von Kindern bestens an. Hafer wird meist als Sommergetreide angebaut und im Frühjahr ausgesät. Er ist leicht von anderen Getreiden zu unterscheiden, da er keine Ähren, sondern Rispen mit einer glockenähnlichen Form besitzt. Die Pflanzen wachsen bis zu 1,5 Meter hoch. Sie sind widerstandsfähig, bevorzugen gemäßigtes Klima mit höheren Niederschlägen und stellen geringe Ansprüche an den Boden.
Energie ist ein knappes Gut und der Bedarf steigt. Erneuerbare Energiequellen wie Bioenergie aus Energiepfl anzen helfen bei der Lösung des Energieproblems. Der Unterrichtsbaustein stellt die genutzten Pflanzen und deren Verwendung vor. Zwei darauf aufbauende Bausteine nennen Fakten zu Vorteilen und Kritikpunkten rund um Bioenergie und erklären die chemischen Prozesse der Energiegewinnung. Handy, Laptop, Herd, Auto, Lampe, Gebäude, Maschinen - alle diese Dinge benötigen Energie in Form von Strom, Wärme oder Kraftstoffen. Fossile, teure Energieträger sind endlich und belasten das Klima, liefern aber große Teile der verbrauchten Energie. Um die Umwelt zu schonen und Energiekosten zu sparen, fördert die Bundesregierung die Energiewende und setzt auf Wind- und Wasserkraft, Solar- und Bioenergie sowie Geothermie und andere umweltschonende Energien.
Regionale Lebensmittel liegen seit Jahren im Trend und sind Teil der regionalen Identität. Kein Wunder also, dass viele Geschäfte und sogar Discounter mit regionalen Produkten ihr Angebot aufwerten. Eine Vielzahl von Siegeln und "Regionalmarken" sollen den Käufer locken. Doch warum sollte man regionale Lebensmittel kaufen? Und was ist wirklich regional? Die Verbraucher sind heute ein vielfältiges Produktangebot gewöhnt. Die Regionen Deutschlands bieten eine Fülle an Lebensmitteln, doch viele der verfügbaren Lebensmittel kommen aus dem Ausland. Bei Lebensmitteln wie Kakao oder Bananen geht es nicht ohne Importware aus fernen Ländern. Bei deren Einkauf ist es sinnvoll, auf Angaben zu fairen und umweltschonenden Arbeits- und Produktionsbedingungen zu achten.
"Da hab ich Schwein gehabt" - allein die vielen Redewendungen rund um Schweine zeigen, wie bedeutend das Schwein als Haus- und Nutztier war und ist. Entgegen der landläufigen Meinung sind Schweine saubere Tiere. Der Unterrichtsbaustein stellt das Tier vor, von dem unsere Schnitzel und vieles mehr stammen. Das Schwein wird in Europa seit ca. 2.000 Jahren als Haustier gehalten. Mitte des 18. Jahrhunderts begann man in England mit der Schweinezucht. Der Stammbaum der heute wichtigsten Schweinerassen "Deutsche Landrasse" und "Deutsches Edelschwein" geht auf asiatische sowie europäische Urformen des Wildschweins zurück.
Mit Melkschemel und Eimer ließen sich die strengen Hygienestandards für Milch und der große Arbeitsaufwand des Melkens kaum mehr bewältigen. Der Unterrichtsbaustein erläutert, wie viel Hightech in heutigen Ställen und Melkanlagen steckt und wie die Kühe, Landwirte und die vielen Lebensmittel aus Milch davon profitieren. In einem modernen Laufstall bewegen sich die Tiere frei. Sie können sich entscheiden, ob sie am Futtertisch Grundfutter fressen oder im Liegebereich wiederkäuen wollen. In Ställen mit computergestütztem Herdenmanagement trägt jede Kuh um den Hals einen Transponder und am Fuß ein Pedometer. Das sind Empfangs- und Sendegeräte, mit denen sie der Stallcomputer identifiziert.
Das hochwertige Pflanzenöl aus der Rapssaat ist in der Küche vielseitig einsetzbar und beliebt. Aufgrund seines Fettsäuremusters wird sein Verzehr von Ernährungsexperten ausdrücklich empfohlen. Der Unterrichtsbaustein erklärt, was Rapsöl ist und was es mit dem Fettsäuremuster chemisch und ernährungsphysiologisch auf sich hat. Rapsfelder fallen auf, denn sie blühen im April/Mai leuchtend gelb. Danach reifen aus den befruchteten Blüten Schoten mit kleinen schwarzbraunen Körnchen. Diese Rapssamen werden im Juli geerntet, um daraus das beliebte Speiseöl zu pressen.
Mithilfe der Fotosynthese und weiteren Reaktionen speichern Pflanzen die Sonnenenergie in diversen energiereichen Kohlenstoffverbindungen wie Cellulose, Stärke und Fettsäuren. Aus dieser chemisch gebundenen Energie lässt sich über Holzgas, Bioethanol, Biogas und Biodiesel elektrische, thermische und mechanische Energie gewinnen. Der Unterrichtsbaustein erläutert die chemischen Prozesse, die nötig sind, um die "grüne Power" effizient verfügbar zu machen und gezielt freizusetzen. Das Thema vereint viele Aspekte der organischen Chemie, die Schüler/innen sollten daher schon eine gutes Basiswissen haben. Alternativ können einzelne Teile des Unterrichtsbausteins von Zeit zu Zeit als Exkurs dienen.
In vielen Hausgärten stehen klassische Komposthaufen. Zudem übernimmt mancherorts die kommunale Abfallwirtschaft über die "Biotonne" das Recycling organischer Abfälle. Die daraus gewonnene nährstoffreiche Komposterde ist ein wertvoller Rohstoff für Gärtner und Landwirte. Der Unterrichtsbaustein veranschaulicht alltagsnah den Stoffkreislauf der Natur sowie die Bedeutung der Kompostierung. Glas, Metall, Papier - Abfall wird in Deutschland (meist) vorbildlich getrennt gesammelt und verwertet. Mit einem Anteil von 35 bis 50 Prozent sind Bioabfälle, die sich aus Grüngut (Garten- und Parkabfälle) sowie Biogut (Inhalte der Biotonne) zusammensetzen, die bedeutendste Wertstofffraktion der Haushaltsabfälle. Für die Qualität des recycelten Materials ist eine saubere Abfalltrennung sehr wichtig.
Salatblätter, frische Kräuter und knackige Radieschen sind lecker und bringen neuen Schwung in die oft einseitige Pausenverpflegung. Schulkinder lieben das knackige "Grünzeug" auf ihrem Pausenbrot, besonders wenn sie es selbst geerntet haben. Das neue Projekt "Pflanz' dir dein Schulbrot" bietet einen praktischen Ansatz zur Ernährungsbildung. SchülerInnen bepflanzen ein "5 am Tag Beet" mit Obst und Gemüse und begreifen dadurch nachhaltig und mit Spaß deren Wert als Lebensmittel. Vielfältig und ausgewogen zu essen sowie ausreichend zu trinken ist eine wichtige Voraussetzung, um leistungsfähig und gesund zu bleiben. Ein Frühstück vor der Schule und nahrhafte Snacks in der Pause helfen, konzentriert zu lernen und fit durch den Schulalltag zu kommen. Leckeres Obst und Gemüse stehen dabei ganz oben auf der Liste, denn sie versorgen den Körper mit Vitaminen und Mineralien.
Das Wetter ist für die Landwirte Freud und Leid zugleich, denn von der Aussaat bis zur Ernte hängen alle Arbeitsschritte davon ab. Es beeinflusst auch, welche Schädlinge und Krankheiten auftreten und wie stark sie die Ernten gefährden. Um den Ertrag zu sichern, müssen die Landwirte ihre Arbeiten kurzfristig an das Wetter und langfristig sogar an den Klimawandel anpassen. Kurzfristig gelingt das ihnen umso besser, wenn verlässliche, auf ihren Standort und ihre Kultur zugeschnittene Wettervorhersagen verfügbar sind.
Die Zeiten, in denen Schweine in dunklen stickigen Ställen gehalten wurden, sind lange vorbei. In modernen Ställen nutzen Landwirte viel Technik und Know-how, um die Tiere gut zu versorgen. Dabei steht neben den Aspekten Tierschutz, Hygiene, Gesundheit und Ökonomie zunehmend das Wohlbefinden der Tiere ("Tierwohl") im Fokus. Der Unterrichtsbaustein liefert spannende Fakten zu diesem öffentlich heiß diskutierten Thema. Der Begriff klingt schwammig, doch internationale Experten haben eine Definition für "Animal Welfare" gefunden: Ein Tier ist in seinem Wohlbefinden nicht eingeschränkt, wenn es alles hat, was seinen Bedürfnissen (z.B. ausreichend Futter und Wasser) entspricht, dabei frei von Krankheit, Schmerz, Leiden und Unbehagen (z.B. durch Kälte, Nässe oder Hitze, Angst) ist und normale Verhaltensweisen auslebt.