Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Downloads und Unterlagen zur Vorbereitung und Durchführung der Projekttage. Das Angebot richtet sich an Lehrkräfte und Akteur:innen sowie alle, die an der Organisation und Umsetzung der Unterrichtseinheiten beteiligt sind. Zur Verfügung stehen unter anderem Vorlagen, Plakate, Beispiele aus der Praxis, Bildungskoffer zum Ausleihen, Infomaterialien, Unterrichtsmaterialien, Videos und vieles mehr. Die Materialien unterstützen Sie dabei, die Projekttage strukturiert zu planen und erfolgreich durchzuführen.
In Europa leben etwa 2.500 verschiedene Wildbienenarten, davon 560 allein in Deutschland. Die unscheinbaren Insekten sind auf verschiedenste Pflanzen spezialisiert und als Bestäuber für den Erhalt der biologischen Vielfalt unverzichtbar. Der Unterrichtsbaustein gibt einen ersten Überblick über die große, faszinierende Familie der Wildbienen und ihre Lebensweisen. Weltweit gibt es - neben der sehr bekannten, domestizierten Honigbiene - etwa 20.000 verschiedene, wild lebende Bienenarten. Sie sind zwischen 1,3 und 30 Millimeter lang und zeigen ganz verschiedene Ansprüche an Nahrungspflanzen und Nistplätze. Optisch unterscheiden sie sich oft nur gering voneinander, z.B. in Körperform, Behaarung oder Länge der Antennen.
In unserer Umgebung - in der Stadt wie auf dem Land - braucht es mehr Blühflächen, damit Bienen und andere Bestäuber ausreichend Nahrung finden und unsere biologische Vielfalt gefördert wird. Doch freie Flächen sind ein knappes Gut. Der Unterrichtsbaustein geht auf die Suche nach geeigneten Flächen und stellt den Ansatz der sogenannten "Eh da-Flächen" vor. Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass der Verlust an Lebensräumen die Hauptursache für den Rückgang der biologischen Vielfalt bei Pflanzen und Tieren, wie z.B. nützlichen Insekten, Vögeln und Wildtieren, ist. Es fehlt an vielfältigen Lebensräumen mit unterschiedlichen, reichen Nahrungsquellen und Brutstätten.
Boden ist der wichtigste Produktionsfaktor für die Landwirtschaft. Er ist die Grundlage für die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln sowie von nachwachsenden Energierohstoffen. Gleichzeitig ist er ein knappes und nicht vermehrbares Gut. Und die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Deutschland schrumpft Tag für Tag. Hauptursache dafür ist die stetig wachsende Siedlungs- und Verkehrsfläche. Der Unterrichtsbaustein bietet einen Einblick in die öffentlich kaum bekannte Problematik des Flächenverbrauchs. Eine Fläche kann streng genommen nicht "verbraucht", sondern nur durch eine andere Nutzung in Anspruch genommen werden. Korrekterweise würde man daher besser von "Flächeninanspruchnahme" sprechen. Wenn eine Autobahn gebaut, auf der grünen Wiese ein Gewerbegebiet erschlossen oder im Speckgürtel einer Stadt ein Wohngebiet errichtet wird, bringt dieser Zuwachs an "Siedlungs- und Verkehrsfläche" einen Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche und natürlichen Lebensräumen mit sich.
"Tomaten schützen vor Krebs", "Karotten sind gut für die Augen" oder "Nüsse senken den Cholesterinspiegel" - die Medien berichten häufig über die positiven Wirkungen pflanzlicher Lebensmittel auf unsere Gesundheit. Wissenschaftler forschen daran, die Effekte zu erklären und weitere zu entdecken. Es sind wohl die sekundären Pflanzenstoffe (SPS), die unserem Körper helfen gesund zu bleiben. SPS finden sich in Obst, Gemüse, Kräutern, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen und Vollkornprodukten sowie in fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut. Sie sind somit Teil unserer täglichen Ernährung SPS zählen zu den bioaktiven Substanzen. Laut Definition sind das natürliche Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, die auf den menschlichen Stoffwechsel einwirken. Der Sammelbegriff SPS fasst zahlreiche, chemisch sehr unterschiedliche Verbindungen zusammen, die ausschließlich von Pflanzen gebildet werden.
Rund ums Jahr gibt es leckere Kartoffeln zu kaufen. Damit die beliebte Knolle unversehrt im Einkaufskorb ankommt, sind bei der Ernte und Lagerung von Kartoffeln viele Details zu beachten. Der Unterrichtsbaustein erläutert den Weg der reifen Kartoffel vom Feld zum Verbraucher und vermittelt Tipps zur Lagerung der Knollen nach dem Einkauf. Schon vor der Blüte im Frühsommer bilden sich unterirdisch an den Stolonen der Mutterknolle neue Tochterknollen. Während das oberirdische Kraut nach der Blüte abstirbt, wachsen und reifen in den Dämmen die neuen Kartoffeln und bekommen schließlich ihre feste Schale.
Ziegen gehören zu den ältesten Nutztieren des Menschen. Vor etwa 60 Jahren wurde die Ziegenhaltung in Deutschland selten, doch mittlerweile erfreuen sich Ziegenmilch und -fleisch wieder steigender Nachfrage. Zudem helfen die neugierigen und gefräßigen Tiere gegen die Verbuschung von Landschaften. Der Unterrichtsbaustein stellt das interessante Nutztier vor, das viel mehr kann als meckern. Ziegen stammen wohl aus dem Irak und breiteten sich dann nach Europa, Asien und Afrika aus. Die Gattung ist mit Gämsen und Steinböcken verwandt. Heute ist die wilde Form vielerorts ausgestorben. Doch der Mensch hält Ziegen seit nahezu 10.000 Jahren und hat die Hausziege weltweit angesiedelt.
Kunststoffe sind ein wichtiger alltäglicher Werkstoff, den man bisher meist aus fossilen Rohstoffen erzeugt. Als Biokunststoffe (englisch "bioplastics") bezeichnet man jene Kunststoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie Zucker, Stärke, Zellulose und Pflanzenölen hergestellt werden. Diese innovativen Werkstoffe sollen helfen, die fossilen Ressourcen zu schonen. Biokunststoffe ersetzen bereits heute in einigen Bereichen erdölbasierte Kunststoffe. Dies betrifft vorwiegend Produkte, bei denen eine schnelle biologische Abbaubarkeit im Anschluss an ihre Nutzung erwünscht ist. Solche Produkte, wie z.B. Verpackungen, Einweggeschirr und Abfalltüten werden dann mithilfe von Mikroorganismen in Kohlenstoffdioxid, Wasser, Wärme und Humus abgebaut.
Um Nutztiere artgerecht zu halten, ist es wichtig zu wissen, wie ihre unterschiedlichen Verdauungssysteme funktionieren. Der Wiederkäuermagen vom Rind unterscheidet sich wesentlich von dem des Schweins, dessen Magen eher dem des Menschen gleicht. Tier-, alters- und leistungsgerechtes Futter ist notwendig, damit die Tiere fit und gesund bleiben und zudem hochwertige Lebensmittel liefern können. Rinder gehören zu den Pflanzenfressern (Herbivoren) und strukturwirksames Futter wie Heu oder Gras ist für sie lebensnotwendig. Sie besitzen einen vierteiligen Magen, in den 110 bis 230 Liter Futter passen. Schweine haben wie wir Menschen nur einen Magen, der bei ihnen ein Fassungsvermögen von rund acht Litern hat.
Wer sich aufmacht, um seine eigene Region zu erkunden, entdeckt automatisch auch die dortige Landwirtschaft. Sie prägt vielerorts das Landschaftsbild, ihre Erzeugnisse sind nicht selten ein festes Stück regionale Identität. Der Beitrag zeigt, was für die jeweils eigene Gegend typisch ist und was man über die heimischen Tiere und Pflanzen lernen kann. Die ländlichen Räume jenseits der deutschen Ballungszentren bieten sehr unterschiedliche Landschaften, z.B. Almen, Feuchtwiesen, Wälder oder Weinberge. Viele davon entstanden durch eine jahrhundertelange Bewirtschaftung durch Landwirte. Heutzutage umfasst die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Deutschland knapp 17 Millionen Hektar und wird zu 71 Prozent als Ackerland und zu 28 Prozent als Grünland, sprich Wiesen und Weiden, genutzt.
In Deutschland sind laut der Liste des Bundessortenamtes über 200 Kartoffelsorten für die verschiedenen Verwendungszwecke zugelassen. Jährlich kommen etwa zehn neue Sorten auf den Markt, die gewünschte Merkmale anders oder gar besser in sich vereinen. Doch wie züchtet man eine neue Sorte? Und welche Merkmale sind wichtig? Kartoffeln werden weltweit angebaut und tragen maßgeblich zur Welternährung bei. Von den über 5.000 Kartoffelsorten wächst aber z.B. nicht jede in den Bergen genauso gut wie an der Küste und nicht überall drohen die gleichen Krankheiten und Schädlinge. Außerdem verändert sich die Umwelt und die Menschen stellen unterschiedliche Ansprüche an die Knolle. Daher braucht es diese Vielfalt an alten und stetig neuen Sorten.
Bereits seit Jahrtausenden sind Getreideprodukte für uns Menschen eine wesentliche Nahrungsgrundlage. Auch heute zählen sie hierzulande zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln und weltweit betrachtet liefern sie über die Hälfte des Energie- und Eiweißbedarfs. Getreide enthält viele wichtige Nährstoffe, die wir zum Leben brauchen. Die Produkte der Lebensmittelkette Getreide - übers Mehl zu unserem täglichen Brot - tragen wesentlich zu einer gesunden Ernährung bei. Nach den Leitsätzen des Deutschen Lebensmittelbuchs für Brot und Kleingebäck zählen zu "Getreide" die Brotgetreidearten Weizen, Roggen und Dinkel, die anderen Getreidearten Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis und Triticale sowie Buchweizen, obgleich dieser botanisch ein Knöterichgewächs ist. Hierzulande werden Brot, Brötchen und andere Kleingebäcke überwiegend aus Weizen und Roggen gebacken.
Nur wenn die verschiedenen Pflanzennährstoffe alle ausreichend vorhanden sind, können sich die Pflanzen optimal entwickeln und hohe Erträge sowie Ernteprodukte mit guter Qualität hervorbringen. Düngung ist dabei die zentrale Stellgröße, denn sie ersetzt Nährstoffe, die dem Acker durch die Ernte entzogen werden. Dieser Unterrichtsbaustein bietet einen Einblick in das Thema Pflanzenernährung. Er basiert auf der Informationsserie Ernährung - Wachstum - Ernte, die der Fonds der Chemischen Industrie gemeinsam mit dem Industrieverband Agrar e.V. herausgibt. Um zu wachsen, benötigen Pflanzen Sonnenlicht, Wärme, Wasser, Kohlenstoffdioxid, Sauerstoff und mineralische Nährstoffe. Sie erzeugen Biomasse, die uns als Nahrung, Rohstoff oder zur Energiegewinnung dient.